Vermieten statt Verkaufen – ein an Bedeutung gewinnendes Geschäfts- und Preismodell

Führende Autokonzerne errichten seit einiger Zeit Autoverleiher, die dem Grundbedürfnis vieler Städter entgegen kommen, Autos nicht zu besitzen, aber über eines verfügen zu können, wenn es benötigt wird. Dank Internet und Apps ist der erforderliche Verwaltungs-Aufwand deutlich gesunken. Kunden können ein freies Auto fix in ihrer Nähe orten. Der Preis (bei BMW ab 24 Ct./ Min.) läßt erahnen, dass bei entsprechender Auslastung mittelfristig eine ordentliche Rendite zu erwarten ist.
Das Geschäftsmodell Vermieten statt Verkaufen ist nicht neu (Leasing von Autos oder Büromaschinen wie Kopierer), dürfte aber einerseits an Bedeutung gewinnen und andererseits (und darum geht es hier) bei richtiger Handhabe höhere Marge ermöglichen. Denkbar erscheinen auch Hybride-Varianten, wie z.B. im Maschinenbau Grundpreis + Nutzungsentgelt je produziertes Stück (so wird das Risiko des Kunden begrenzt und dass des Herstellers vor zu großen Preisnachlässen oder den Kunden nicht zu bekommen ebenfalls).
Wichtig erscheint es frühzeitig bei derart neuen Geschäftsmodellen dabei zu sein und das Bewußtsein, dass die bestehenden Strukturen oftmals nicht übertragbar sind. Es wird sich um ein autarkes Geschäft handeln.