Beispiel für die Verschmelzung von völlig unterschiedlichen Technologien und ihre absehbaren Folgen

Als Radsportler fahre ich gerne auf Landstraße – auch im Herbst wenn es eher diesig ist. Bislang habe ich ein hochwertiges Rücklicht benutzt. Gerne unterhalte ich mich auch beim Rennradln, doch besteht hier das Problem, dass Autos, die von hinten kommen, nur spät wahrgenommen werden. Dies ist nicht ungefährlich und zudem stellt man dann ein Verkehrshindernis dar.
Nun gibt es eine schlaue Lösung: Ein im Rücklicht eingebautes Radar, dass dem Radler über ein Display am Lenker die Entfernung und Anzahl der nachfolgenden Autos anzeigt und zugleich die Leuchtintensität mit deren Näherkommen erhöht. Hier ein Video, dass die clevere Verschmelzung der Technologien bzw. das Erkennen von Chancen, die eine relativ neue Technologie bietet, visualisiert.

Die Konsequenzen:
1. Garmin verkauft jetzt erstmals Rücklichter (Zusatzgeschäft) zu sicherlich hohen Margen (Preis des Grundmodells: 199 €).
2. Durch die Kopplung mit den eigenen Radcomputern erhöht Garmin deren Wertigkeit (Preispotenzial) und hebt sich von Wettbewerbern bzw. Handy-Apps ab.
3. Die bestehenden Rücklichterhersteller (kleine innovative Mittelständler, die durchaus auch 50 Euro und mehr von Sportfahrern nehmen konnten) werden sicherlich weniger absetzen.
4. Der klassische Radhandel wird von der Erfindung nicht profitieren, da er solche Produkte wegen der schnellen Produktzyklen scheut. Er wird Umsatz und Marge verlieren, da die bisherigen teureren Lampen weniger nachgefragt werden.
5. Der Automobilkunde kann sich fragen, warum er für ein Abstandassistenz-System einen vierstelligen Betrag ausgeben soll, wenn die Technik offenbar recht günstig ist.

Dies alles ist nur ein Beispiel für Entwicklungen, wie sie derzeit dutzend oder hundertfach erfolgen. Wer in Ihrer Firma kommt auf solch „spinnerte“ Ideen der Verschmelzung?
Gerne helfe ich Ihnen und stelle das Bestehende in Frage.