Margen in der Modebranche

Im Handelsblatt (Printausgabe 04.02.14) wurden die Probleme der deutschen Modeindustrie thematisiert. Der Rohertragsfaktor, der das Verhältnis von Endverkaufspreis (brutto!) und den Produktionskosten widergibt, betrug 2001 noch 4,6. D.h. z.B.  ein Anzug, der für 100 Euro hergestellt wurde, konnte für 460 Euro an den Privatkunden verkauft werden.

Dieser Faktor sank bis 2013 auf den Wert von 3,4. Als Hauptgrund werden effiziente Händler wie H&M, Zara und Ernsting´s Familiy genannt. Da der klassische Textilhändler wahrscheinlich noch immer die alte Relation benötigt, dürfte er eine vergleichbare Qualität nur zu einem höheren Preis anbieten können.

Und: Preislich starke Firmen wie Hugo Boss rechnen m.W. heute – entgegen des Trends – mit 6,5. Die EBITDA-Marge von Boss liegt dementsprechend bei etwa 20%.