Zu hohe Preisdifferenzierung – Hugo Boss korrigiert China-Preise

An dieser Stelle war davon berichtet worden, dass Hugo Boss-Anzüge in China mehr als Doppelte von dem in Deutschland kosten. In der Folge kauften immer mehr Chinesen in Deutschland ihre Anzüge. Kurz vor seinem Rücktritt als Vorstandsvorsitzender hat Lahrs die Preise gesenkt. Dies zeigt, dass Preisdifferenzierungen zwar sinnvoll sind, aber nicht übertrieben hoch sein dürfen.
Aus meiner Erfahrung gibt es zwei Haupt-Prämissen: Den Basis-Preis – kostet etwas sowieso schon relativ viel, darf der prozentuale Preisunterschied nicht zu groß sein, da die Suchkosten für die Alternative relativ sinken und die Preissensibilität wächst – 5-10% scheinen hier akzeptabel. Dazu gibt es – auch bei niedrigeren Preisen – eine Grenze, ab der der Konsument/ oder auch B2B-Kunde „gepflanzt“ fühlt – m.E. etwa 10 bis 20%.
Am besten ist es vorab Test und Vergleiche durchzuführen.

Yield-Management (Preisdifferenzierungen nach Kunden) in der SZ

Anläßlich der Überführung einiger Autovermieter durch die EU-Kommission hat die Süddeutsche das Thema Preisdifferenzierung vorgestellt. Im konkreten Fall sollte ein deutscher Kunde für die Buchung über das Internet das Doppelte dessen bezahlen, das ein heimischer (englischer) Kunde zahlen mußte. Der Autoverleiher hatte die Preise auf Basis der IP-Adressen differenziert.