Made in Germany – Preisaufschlag von 20% ist in den aufstrebenden Märkten möglich

Wie eine Umfrage anhand der Van-Westendorp-Methode unter über 4.000 Teilnehmern in 14 Ländern ergab, sind Kunden in den Emerging Markets (insbesondere BRIC), aber auch Japan bereit, für deutsche Produkte deutlich mehr zu zahlen. Je nach gewünschtem Attribut („sehr zuverlässig“) ist ein Preisaufschlag von bis zu 20% darstellbar. Noch besser beurteilt werden nur schweizer Produkte. Es gibt allerdings auch Attribute, bei denen das Made in Germany weniger wert ist (z.B. „Eleganz“). Dieser Aspekt sollte bei der Abgabe von Angeboten im Ausland stets berücksichtigt werden. Wir handeln übrigens genauso: Ein chinesisches Produkt muß fast zwingend deutlich günstiger als ein deutsches sein, damit wir es kaufen. Ähnliches gilt – mit geringeren Werten – für Produkte aus anderen europäischen Ländern.
Die Erkenntnisse der Studie fließen in meine „Kundenbewertungs-Matrix„, die z.B. für Maschinenbauer sehr hilfreich sein kann, ein.
Die Studie ist für 190 Euro zu beziehen. Autoren: Feige, Fischer, Reinecke, Mahrenholz: Marke Deutschland – Image und Mehrwert im internationalen Marketing.