Skontogewährung ist deutlich teurer als ein höherer Kontokorrentkredit

Zur Verkaufspreis-Optimierung, dem Pricing, gehört auch die Minderung der Erlösschmälerungen. In diesem Sinne wird hier der gewährte Skonto betrachtet.

In den vergangenen Jahren sind die Kreditzinsen stetig gesunken während die Bereitschaft der Kreditinstitute zur Ausweitung der gewährten Linien gestiegen ist. An der Bereitschaft vieler Mittelständler Skonto zu gewähren hat dies aber nichts geändert. Dabei übersehen sie, dass der Verzicht auf Skontogewährung die Umsatzrendite deutlich erhöhen kann. Bei einer heutigen Umsatzrendite von 5% kann mittels 1%iger Skonto-Einsparung das Ergebnis und damit die Umsatzrendite um 20% erhöht werden. Dass eine höhere Bank-Inanspruchnahme deutlich weniger als ein gewährter Skonto kostet, verdeutlicht folgende Übersicht:

Eine höhere Inanspruchnahme eines KK-Kredites ist i.d.R. günstiger

Eine höhere Inanspruchnahme eines KK-Kredites ist i.d.R. günstiger


Mancher Unternehmer wird sagen, dass alternativ zum Skonto ansonsten ein Preisnachlass gewährt werden müsste. Die für die Beurteilung der Kunden/ der Aufträge notwendige Transparenz geht so auf jeden Fall verloren. Abgesehen davon, dass ein cleverer Einkäufer erst niedrigere Preise und dann Skonto fordern wird, kann eine hohe Skontogewährung als Zeichen der Schwäche gewährt werden und somit nochmals den Preis-druck erhöhen („die geben 2% für 10 Tage, die müssen es nötig haben“).
Kunden von Groß-Unternehmen werden mit rückläufigen Skonto vertraut sein. Das Gros der Konzerne hat die Skontogewährung in den vergangenen Jahren deutlich reduziert oder ganz aufgegeben. AGBs wie diese sind Standard: „Sofern sich aus der Auftragsbestätigung nichts anderes ergibt, sind Zahlungen innerhalb von 30 Tagen ab Rechnungsdatum ohne jeden Abzug fällig. Der Abzug von Skonto bedarf besonderer schriftlicher Vereinbarung.“

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