Fallstudie: Wie das Rabattkarussell in der Modebranche die Margen ruiniert.

Das Handelsblatt hat eine Studievon Hachmeister + Partner zum Anlass genommen, die Rabattentwicklung im Modehandel vorzustellen: Während früher rund 70% der Kollektion regulär verkauft wurde, ist dieser Werte auf manchmal nur noch 30 bis 50% gesunken. Als Folge dessen stiegen die gewährten Durchschnittsrabatte von 16,7% auf 20,2% im letzten Jahr. Da die Umsatzrenditen bereits früher überschaubar waren, ist die Konsequenz der Rabattentwicklung vernichtend: Ein beachtlicher Teil der Einzelhändler muß Verluste verkraften.
Begünstigt wird diese Negativ-Entwicklung durch die hohe Zahl der Outlets, die längst als „normaler“ Vertriebskanal, aber mit reduzierten Preisen genutzt werden. Einen Vorteil haben die Händler, die kurzfristig produzieren und so disponieren können bzw. den richtigen Zeitpunkt zur Einführung der neuen Kollektion. Wer lange vor Beginn der neuen Saison die entsprechende Ware erhält, muß die alte Ware zügig loswerden und verliert.