Eisdielen – Zusatzerträge

Eines meiner Lieblingsbeispiele bei Präsentationen ist das der psychologischen Akzeptanz von höheren Eiskugel-Preisen bei Hitze (zum Ausgleich hierfür aber stärkere Preisnachlässe bei kühler Witterung). Dieses Beispiel ging so lange, bis ein Gesprächspartner heftig intervenierte. Er wäre kaum oder nicht bereit im Sommer in der Schlange mit seinen Kindern zu stehen und dann noch höhere Preise zu bezahlen.
Jeder Einwand sollte ernst genommen werden und wenn „unsere Muster-Eisdiele“ durch variable Preise ihren Ertrag nicht steigern kann, wie dann? Seit diesem Disput schaue ich mir jede Eisdiele noch genauer an. Aufgefallen ist mir, dass von 5 „untersuchten“ Eisdielen nur eine unterschiedliche Waffeln anbietet – gegen Aufpreis versteht sich. Wer hier auf S. 12 nachschlägt, findet Eistüten mit Schokoladenglasur und Nußsplittern bzw. bunten Schoko-Raspeln. Die besagte Eisdiele berechnete für diese Tüten 30 Cent. Denkbar erscheinen mir auch Waffeln mit einem Kaufgummi im Boden. Will sagen, es gibt fast immer Pricing-Potenzial.