Teuerster Föhn der Welt wurde 1 Mio. mal verkauft

Die Wirtschaftswoche meldete, dass der von Dyson hergestellte Föhn bereits 1 Mio. mal verkauft wurde. Ich kenne seine Herstellkosten nicht, doch nehme ich an, dass bei einem Verkaufspreis von 399 Euro doch einiges „hängen“ bleibt.

Dazu passend, da der Schauspieler George Clooney, seine Tequila-Firma für 700 Mio. bis 1 Mrd. Dollar verkauft hat: Ein hoher Verkaufspreis steigert überproportional Marge und Gewinn. Denn der hohe Unternehmenswert bei einem Absatz von nur 1,8 Mio. Flaschen/ Jahr läßt sich nur mit dem Gewinn erklären. Und dieser wiederum nur mit dem hohen Verkaufspreis/ Flasche von mind. 70, teilweise auch 100 Euro (z.B. bei Amazon).

Link zu Clooney-Deal

Onlinehandel: 40% der Nutzer bemerken keine Preisveränderungen

Gerade im Internet nehmen personalisierte Preise (Prämissen: bisheriges Kauf- und Suchverhalten, Wohnort, Betriebssystem – dazu externe Faktoren wie Wetter) stetig zu. Wie eine Umfrage in Österreich ergab, realisieren aber 40% der Nutzer Preisschwankungen nicht (so sie nicht übertrieben hoch ausgefallen sind). Insofern haben die Shop-Betreiber zahlreiche Optionen, wobei sie den Fairness-Gedanken nicht vergessen dürfen.
Die Untersuchung bestätigte die hohe Preissensibilität derer, die Preisschwankungen bemerken.

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Markenartikler, Aldi und Preise

In der Wirtschaftswoche wird das Ergebnis einer GFK-Untersuchung wiedergegeben: Aldi hat von April 2015 bis Januar 2016 19 neue Markenartikler ins Sortiment aufgenommen. Diese konnten in den ersten sechs Monaten 2016 (also in der Folge der Listung) 10% mehr erlösen, mußten aber zugleich sinkende Preise beim restlichen LEH wahrnehmen. (Ob sie auch ihre Verkaufspreise an den LEH senken mußten ist nicht bekannt, aber anzunehmen. – In Summe fast ein Nullsummenspiel unter Ertragsgesichtspunkten?) Per Saldo bietet Aldi die Artikel 4% günstiger als der restliche LEH an.

Bio-Lebensmittel kosten im Schnitt 70% mehr als konventionelle

Höhere Preise versprechen bei gleicher Rohertragsquote eine höhere Marge. Wisssenschaftler haben nun, so die Wirtschaftswoche v. 16.03., erstmals den Warenkorb des Statistischen Bundesamtes auf „Bio“ übertragen. Fazit: Mehrkosten von 70%, wobei die Differenzen sehr hoch sind. Bio-Fleisch kostet 87% mehr, Molkerei-Produkte kosten „nur“ rund 50% mehr. D.h. wer Fleisch mag, für den wird es teurer. Aber: Dies gilt nur für Marken-Artikel. Die Discounter bieten Bio-Waren mit einem Aufschlag von lediglich 5% an.

10% Rabatt am Pizzastand löst Boom aus

Am vergangenen Samstag war unsere Familie nach lange Zeit erstmals wieder in einem Einkaufszentrum im Osten Münchens. Das Publikum dort dürfte zumindest über das Durchschnittseinkommen verfügen. Gegen 19:20 Uhr gingen wir in die „Freßmeile“ (Mc Donalds, Nordsee, Döner, Pizza-Stand, Asiate etc.), kauften etwas zum Essen und setzten uns. Der vorher leere Pizzastand wurde zu meiner Überraschung ab 19:30 Uhr regelrecht belagert – nicht von Familien, sondern von Alleinstehenden oder Paaren. Grund: Ein Schild wies auf „10% Skonto“ kurz vor Ladenschluß hin.

Ich frage mich, wollten die Leute 30 Cent sparen (10% von 3 Euro) oder wird bei einem Teil der Bevölkerung ein Automatismus ausgelöst, wenn sie -10% sehen? Dies würde erklären, warum diverse Internet-Shops zunächst ihre Preise erhöhen, um dann mit Preissenkungen zu werben.

(Der Pizzastand dürfte mittels der 10% nicht nur seine Ware erfolgreich abverkaufen können, sondern auch unter Vollkosten gut abschneiden.)

Erzielen sachlich-orientierte Verkäufer im B2B-Geschäft bessere Preise?

In den letzten Wochen nahm ich an einingen Gesprächen sowohl mit Vertriebsleitern wie mit den Außendienstmitarbeitern teil. Ohne dies empirisch geprüft oder nachgelesen zu haben erscheint es mir plausibel/ wahrscheinlich, dass ein Verkäufer alter Schule (joviale Art, Witze erzählend und zunächst vieles oder alles versprechend) zwar beim Erstkontakt Vorteile hat, in der Folge aber auf Grund seiner strukturellen Schwächen Probleme hat gute Preise zu erzielen. Vermutlich denkt er im Laufe eines absehbaren Geschäftes bereits an das Nächste, so dass er i.S. Preise nicht mehr dabei ist.
Dies erscheint mir auch plausibel, wenn ich mich in die Gegenseite, also den Einkäufer hineinversetze: Der sachliche Verkäufer argumentiert entsprechend, begründet seine Preise, so dass der Einkäufer dies auch dokumentieren kann. Was aber macht er beim sehr extrovertierten Verkäufer? Witze lassen sich schwerlich dokumentieren.
Verifizieren Sie diese Überlegungen am besten selber. Beim entsprechenden Controlling unterstütze ich Sie gerne.

Preisbutler24.de: Neues Tool für Amazon-Verkäufer reduziert automatisch den Preis

Von den Amazon-Shop generieren i.d.R. die den höchsten Umsatz mit einem Artikel, die diese am billigsten anbieten. Das Gros der Kunden würde bereits auf einen Preis-Unterschied von nur einem Cent reagieren und entsprechend klicken. Das Problem für die Shop-Betreiber: Es fehlte bislang der Überblick über den aktuellen Preis der Konkurrenz, sofern nicht permanent der Artikel abgefragt wurde. Bei zahlreich angebotenen Artikel eine mühselige Arbeit. Mit Preisbutler24.de gibt es nun eine Cloud-Lösung, die automatisch für definierte Artikel den Niedrigstpreis ermittelt und die eigenen Artikel im Preis so reduziert, dass er der günstigste ist.

Wieso DVD zu Fernsehserien mit jeder Staffel mehr kosten

Eine Bekannte machte eine interessante, aber natürlich logische Beobachtung: Als Fan der US-Serien „Homeland“ erwarb sie zunächst die 1. Staffel auf DVD zu einem „normalen“ Preis, dann die zweite Staffel zu einem höheren Preis und jetzt vor dem Kauf der dritten Staffel war der Preis so hoch, dass sie schon ins Grübeln kam, ob sie kaufen soll. Sie wird es. Wieso aber kostet die letzte Staffel mehr als die vorherigen? Wer bereits ein oder zwei Staffeln gesehen hat (und offensichtlich diese spannend/ unterhaltsam fand), hat eine größere Bindung an die Serie als beim erstmaligen Sehen. Der individuelle Nutzen der nächsten Staffel ist also höher und dies muß er (teurer) bezahlen.

Shopkick – Mittels App zu höheren Preisen im Handel?

In Deutschland eingeführt wird derzeit die bereits in den USA erfolgreiche App Shopkick. Diese schreibt ihren registrierten Kunden kleine Geldbeträge gut, wenn sie das angeschlossene Geschäft betreten (gibt 14 Cent) und gar weitere Aktionen durchführen (Umkleidekabine mit Ware betreten). Erfahrungsgemäß werden die Kunden so motiviert wesentlich mehr Geld als sonst auszugeben. Klar, wer erstmal etwas anprobiert, wird es auch eher kaufen. Als Partner in Deutschland konnten bereits Douglas, Obi, Karstadt und Media Markt/ Saturn gewonnen werden.

Die App dürfte zu Mehr-Umsatz und zu besseren Preisen führen, andererseits einfachere Anreizsysteme wie Bonuskarten (Payback) gefährden.